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Al Gore's Aufschrei: Bush als Tyrann beugt den Rechtsstaat
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Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Angriff auf die Vernunft (Gebundene Ausgabe) Ein aussergewoehnliches Buch: Es ist ein Alarmruf, den da niemand geringerer als der ehemalige Vizepraesident der USA und nunmehrige Friedensnobelpreistraeger Al Gore macht.
Und das mit kaum mehr zu ueberbietender Deutlichkeit. Al Gore arbeitet klar heraus wie bedroht er die Demokratie in Amerika heute eigentlich sieht. Einserseits durch die dominante Rolle des Fernsehens in den Wahlkaempfen aber vor allem durch den von George W. Bush forcierten Unilateralismus der USA, dem dieser alles - auch die Freiheitsrechte amerikanischer Buerger - unterordnet.
Minutioes weist Al Gore in dem Buch nach, wie G. W. Bush seiner Meinung nach dabei internationales Recht bricht, (Irak, Folterungen, Umwelt) und die Demokratie in Amerika so weit beintraechtigt hat durch eine Ausweitung von Machtbefugnissen im Dienste der Terrorbekaempfung, dass Freiheitsrechte der Verfassung kurzerhand nicht mehr gelten, die Gewaltenteilung teilweise schlichtweg ignoriert wird und die Justiz bedenklichst beeinflusst und eingeschuechtert wird.
Es ist erschreckend wie Gore aufzeigt, dass da ein Praesident zu ueber 1000 Gesetzen die er unterzeichnet hat, Zusaetze vermerkt hat, dass er diese nicht befolgen wird - und das sieht Gore als Ende der Rechtsstaatlichkeit und Verfassungsbruch (S. 300)
Ein Bild Amerikas als totaltaerer Staat, das Gore hier zeichnet.
Es ist ein fuer die Demokratie kaempfender Al Gore, der in Entschlossenheit oder (Verzweiflung?) sogar so weit geht, Bush mit Julius Caeser als Tyrannen zu vergleichen und die Konsequenz andeutet. (Und das als Friedensnobelpreistraeger) - Man lese das nach: auf S. 293ff.
Gore zeichnet aber auch ein Bild der Hoffnung durch die Nutzung des Internets durch muendige Buerger, die die Dominanz der Fernsehens bei amerikanischen Wahlkaempfen und die damit notwenig verbundenen Spendensammelaktionen der Kandidaten verdraengen koennte.
Gore kennt den Betrieb der amerikanischen Administration und seine Vorwuerfe an George W. Bush und seine Regierung sind nicht neu aber wiegen aus seiner Feder wohl besonders schwer.
Insoferne wird es dem Leser umso schwerer verstaendlich, dass sich Al Gore trotz vieler Aufforderungen dem kommenden Wahlkampf entzogen hat.
Ich halte das Buch fuer ein historisches Dokument - eine Art inneramerikanischer Widerstandskampf fuer die Demokratie aber mit der Hoffnung, dass Amerika zu einem Selbstreinigungsprozess wie nach Nixon faehig sein kann.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 12. Dezember 2007 | | |
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